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Tittemania Festival 07.07.2007

Man war das ein stressiger Tag: Zuerst mit Schädeldröhnen und zu wenig Schlaf bei Alex im Wohnzimmer aufgewacht und dann natürlich wieder alles auf den letzten Drücker: Sachen packen, duschen, fressen und andere Bedürfnisse mussten schnell gestillt werden, denn wir wollten um kurz nach zwölf in Dalhausen eintrudeln. Alles in allem waren wir aber pünktlich, ein Wunder, wenn man bedenkt, dass wir von den SCUNKS sind. Martin hatte sich mal wieder bereit erklärt zu fahren, und dann gings auch los. Martin überredete mich, ein Bier zu trinken, um ihn als Antialkoholiker zu belustigen. Das tat ich, es schmeckte Widererwaten ganz ok. Weitere Gerstensäfte folgten. Die Befürchtung, dass bei unserem Gig, der schon um halb vier nachmittags stattfand, noch kein Schwein da sein würde, bestätigte sich nicht: Nachdem Tense und Selfmade gespielt hatten und Martin sich die erste Portion Fritten reingeschaufelt hatte, gings auch schon los für uns. Das Wetter war relativ gut und die Leute kamen zur Bühne, jetzt mussten nur noch wir glattlaufen. Als Glücksbringer hatte ich ein Backstage Bändchen von Wolam, dass ich mit Florian gegen ein SCUNKS Band getauscht hatte. Nach anfänglichen Soundproblemen, die wir natürlich wie Profis regelten, lief auch alles relativ glatt. Erster Song: Schneesturm im Paradies, ein Kracher. Die Stimmung war trotz des niedrigen Alkoholpegels gut und es rannte auch keiner weg, und ein bisschen Pogo war auch vorhanden. Mehr als wir erwartet hatten. Bei "Sicher" kam mein unglaubliches Riesenmikrofon zum Einsatz, das sich wirklich sehr gut machte. Am Ende spielten wir als Zugabe noch "Bro'Hym", das auch nach gefühlten 45059300 mal spielen noch seinen Zweck erfüllt. Nachdem wir fertig waren, waren wir glücklich, das Konzert füllte sich von der Bühne aus an, als hätte es nur 2 Minuten gedauert. Der Tag fing nach uns natürlich erst richtig an. Da ich beauftragt war, einen Zeitungsartikel zu verfassen (bei dem ich natürlich wieder Namen verwechselt habe, was mir sehr leid tut), interviewte ich die Veranstalter und die Sondaschule im Backstagebereich, was sehr sinnvoll war (Sätze wie: "Der Himmel zieht sich zu, genau wie die Sondaschule" werden leider in Tageszeitungen selten abgedruckt). Nach Wolam kam dann der große Regenguss, der Konzertplatz war ein einziger schlammiger Acker, sehr geil. Niemanden störte das, viele animierte das eh nur zu Sauerein. Dann lernte ich noch zwei nette Münchener kennen, die ich hoffentlich nicht zum letzten Mal gesehen hab. Der Konzertplatz hatte sich bis zum Abend auf über 500 zahlende Gäste gefüllt, womit wohl niemand gerechnet hatte. Wirklich alle waren da (außer Arens, shame on you). Montreal, Bad Nenndorf Boys und Sondaschule trieben die Stimmung auf den Siedepunkt, tolles Konzert. Nachdem die meisten Leute gingen, sah man nur noch vereinzelt Betrunkene durch die Matsche stampfen, die wie nach einem Weltkrieg durch eine zerbombte Siedlung wanderten. SUPER!!! Wir hatten alle viel Spaß und ich habe sicher noch viele interessante Details vergessen, wer nicht da war, ist selber schuld (außer Laura).