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SCUNKS in Grünberg – 08.03.2008

Das war ein lustiger Trip – es fing schon auf der Hinfahrt an: Alle waren bester Laune und redeten nur Müll, aber nonstop! Anderthalb Stunden nach Fahrtbeginn und 170 km später standen wir vor dem Proberaum unserer Kollegen von Strezz! Ein veranztes Jugendzentrum, tief im Keller fanden wir sie: Die Band, um die sich Mythen und Märchen ragen: Strezz! Inklusive Janik, dem Opener des Abends! Nachdem wir das Equipment in das Clou geschafft hatten, wurde erstmal eine örtliche Dönerbude getestet. Pissi fand das Fleisch zu geschmacklos und zu kalt, ich fand’s gut, aber ich finde ja auch alles Essbare irgendwie gut! BÜFFELHÜFTE, ALLTAAAAA!!! Das Clou präsentierte sich uns als uriger Laden richtiger Größe, mit der gewissen „Grind“-Note in der Luft. Nachdem wir uns mit Bier versorgt hatten, und dabei das hessische REWE-Labyrinth durchwandert hatten, kamen die ersten Besucher, zunächst nur langsam, aber schließlich war es doch angenehm gefüllt. Herr Hancl (bestimmt Jude, auch wenn er das nicht glauben will) begann mit seinem Akkustik-Set, in dieser Zeit wurden ihm vier CDs geklaut, was ihn auch noch gefreut hat. Vielleicht hat er sie aber auch nur verloren, oder er wollte angeben. Danach spielten wir unser Set souverän und cool wie immer runter, ohne dabei an Individualität einzubüßen (vorsicht Schleichwerbung). Unsere Musik kam bei den Hessen echt gut an, aber wer kann es ihnen verdenken: Sie haben doch nichts! Das war auch das Grundthema des Abends: Der Reichturm der Westfalen und die Armut der Hessen. Leider nahm diese Anschuldigungen keiner Ernst, womit die erhofften Krawalle in den Ghettos Grünbergs ausblieben. Diese sollten uns reiche Westfalen eigentlich erheitern und belustigen, so mussten wir uns also wieder auf die alte Art abschütten. Nachdem uns bei der Zugabe auch noch Pätrick und Stefan von Strezz beim WOWOWOWOOOO von Bro’Hym unterstützt hatten, war unser Gig erfolgreich beendet. Strezz zeigten nun ihr Können und die Lokalhelden wurden gebührend gefeiert. Anschließend ging es ins idyllische Kirschkernkaff, wo wir bei Borst eine Herberge fanden. Doch anstatt dankbar zu sein, benahmen wir uns total scheiße: Wir besetzten sein Bett (Borst musste auf der Couch schlafen, wir sauten die Bude ein, wir waren bis zum Sonnenaufgang unheimlich laut und wir fraßen und soffen ihm die Borsten vom Kopf. Aber eins nach dem anderen: Nachdem wir lange gesungen, getanzt und getrunken hatten, und auch Pissi sein goldenes Geschäft vom Balkon aus auf Björns Auto verrichtet hatte, wollten wir uns hinlegen. Alex hatte es sich bereits zuvor in Borst Zimmer auf dem Boden gemütlich gemacht, nun wurde er unsanft durch uns geweckt und des Öfteren in seinem Schlafsack durch die Bude gezogen. Dafür nahm er sowohl Pissi wie auch mich in seinen Aufgabegriff und wollte uns so bezwingen. Doch gegen den blanken Wahnsinn kam er nicht an. André, Pissi, Lego und ich waren so penetrant laut, dass selbst Björn und Martin das Zimmer verließen, völlig kraftlos. Bei Martin kam die fehlende Energie aus Alkohol und Wurst hinzu. Irgendwann schliefen aber auch wir für ca. 3 Stunden ein. Es bleibt die Erinnerung an einen tollen Abend, das Vorhaben einer zukünftigen Split-CD mit Strezz und die Erkenntnis, dass eine normale Bettdecke nicht breit genug für drei Personen ist.
Der Carsten